SPD Erfolg: „Offene Ganztagsschule kommt endlich“

Familie
Wir in NRW machen Familienpolitik für die Zukunft.

„Mit der Zustimmung des Ausschusses für Schule, Bildung und Kultur zur Einrichtung einer Gruppe als Offene Ganztagsschule (OGS) zum Schuljahresbeginn 2005/2006 haben die Rheinbacher Sozialdemokraten einen ersten Etappenerfolg ihres im Wahlkampf propagierten Ziels errungen.“, bewertet SPD-Pressesprecher Marco Deckers die Beratungen des Schulausschusses. „Dies ist ein großer Schritt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in unserer Stadt.“, so Deckers weiter. In einem Antrag an den Stadtrat hatte die SPD Fraktion im vergangenen Jahr die Einrichtung der OGS als Ganztagsangebot für Schulkinder im Primarbereich gefordert.

Während zu Beginn der Sitzung die neue Ausschussvorsitzende Martina Koch ihren Vorgän-ger CDU-Ratsherrn Hans Peter Höfel für seine 15-jährige Leitungstätigkeit dankte und dies mit einer großzügigen Geste in Form eines Buch- und Weingeschenks zum Ausdruck brach-te, machte der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernd Beißel mit kleinlichen und zudem falschen Hinweisen auf die Geschäftsordnung deutlich, dass er den Verlust des Ausschussvorsitzes für die CDU immer noch nicht verwunden hat.

Die SPD-Fraktion hatte in ihrem Antrag deutlich gemacht, dass sie mit dem bedarfsgerech-ten Ausbau der OGS erreichen will, dass neben den Erfordernissen einer sinnvollen Förde-rung der Bildung und Erziehung der Kinder ein Beitrag zu mehr Bildungsqualität und Chan-cengleichheit geleistet werden kann. Der Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag von Schule und Jugendhilfe soll verknüpft werden und den Eltern die Sicherheit gegeben wer-den, dass ihr Kind gut und verlässlich aufgehoben ist und damit ein Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf geleistet werden kann. Ein breites Angebot stärke die wirtschaftliche Standortkraft und sichere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, so eine Antragsbegründung der Sozialdemokraten. Das Zusammenwirken sozialpädagogischer Fachkräfte und der Lehrkräfte der Schulen könne optimiert und Kinder, die einer besonderen Förderung bedürfen gezielter unterstützt werden, auch im Hinblick auf die Sprachförderung,. Lernen, Freizeit und themenorientierte Projekte könnten besser aufeinander abgestimmt und so ein einheitliches Förderkonzept entwickelt werden.

Dieser Zielsetzung entspricht das von Herrn Andreas Paul, neuer Schulleiter der Gemein-schaftsgrundschule Sürster Weg, erarbeitete pädagogische Gesamtkonzept, das im Aus-schuss allgemeine Zustimmung fand. Nach diesem Grundsatzbeschluss des Schulaus-schusses können Gespräche mit den freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe vertieft und mit weiteren außerschulischen Partnern aus Musik, Kultur und Sport aufgenommen werden und in Kooperationsvereinbarungen münden. Der Erste Beigeordneter Dr. Raffael Knauber bestätigte auf Nachfrage von Frau Koch, dass Fördermittel für zwei Gruppen beantragt wer-den, so dass bei Bedarf kurzfristig eine weitere Gruppe eingerichtet werden kann. Bis April soll das Ergebnis einer verbindlichen Anmeldung der Kinder im Rathaus vorliegen.

Erstaunen rief bei SPD-Ratsherrn Jürgen Spilles eine Position in der Tischvorlage zu den Investitionskosten hervor. Von 178.000,00 Euro, die für den Umbau und die Sanierung in der Gemeinschaftsgrundschule Sürster Weg geplant sind, werden allein 110.000,00 Euro für den Umbau und die Sanierung der WC-Anlage in Ansatz gebracht. „Der desolate Zustand dieser Toilette muss schleunigst behoben werden“, so seine Bewertung. Er sehe aber die Gefahr, dass diese sowieso zwingend notwendige Maßnahme nunmehr ausschließlich mit Geldern vorgenommen werde, die der Offenen Ganztagsschule an anderer Stelle fehlen könnten. Nicht thematisiert wurde die Frage, inwieweit bei den Elternbeiträgen eine Beitragstaffelung sinnvoll und möglich wäre, anstatt von allen den Höchstbetrag von 100 Euro pro Monat zu fordern.