SPD begrüßt Absage an Privatisierungspläne der Landes-CDU zu den Sparkassen

SPD-Parteichef Gert-Uwe Geerdts begrüßt die Debatte im Landtag NRW gegen eine Privatisierung der Sparkassen nach Wegfall der Staatshaftung im Juli 2005. Die rot-grüne Koalitionsmehrheit habe in einer Resolution den Überlegungen der Landes-CDU in Richtung einer Privatisierung der Sparkassen eine klare Absage erteilt.

Geerdts vertritt die Auffassung, dass eine Privatisierung der Sparkassen auch in Rheinbach nachteilige Wirkungen für Bevölkerung, Handwerk und Mittelstand hätte:

·eine ortsnahe Versorgung mit Filialen würde in Frage gestellt

·der Finanzsektor würde sich mehr und mehr vom Mittelstand entfernen, Klein- und Mittelbetriebe wären die Leidtragenden der Entwicklung

·die Kundennähe der öffentlich-rechtlichen Banken würde abnehmen (so haben beispielsweise in Großbritannien rund 5 Mio. Menschen kein eigenes Girokonto mehr)

·zahlreiche ehrenamtliche Projekte wären gefährdet

·ein Rückzug der Sparkasse aus der Fläche wäre mit Arbeitsplatzabbau verbunden

·der regionale Bezug der heutigen Sparkassen ginge verloren.

Ebenso wie die rot-grüne Mehrheit in Düsseldorf denkt auch die große Mehrheit der Kommunalpolitiker. „Deshalb wäre es sinnvoll, wenn den Plänen der Landes-CDU auch vor Ort eine klare Absage erteilt würde“, fordert SPD-Parteichef Geerdts abschließend. Er forderte die Bevölkerung auf, ihren Widerstand gegen eine Privatisierung der Sparkassen öffentlich zum Ausdruck zu bringen.