Die ablehnende Haltung der Rheinbacher SPD zur Attraktivitätssteigerung des Schwimmbades ist kein Widerspruch

Die Stadt garantiert also die Übernahme der Kosten dieser Erweiterung, sollte monte mare vorzeitig aus dem Pachtvertrag ausscheiden. Gleichzeitig hat die Stadt Rheinbach keinen Anspruch auf Pachtzahlungen für diesen profitablen Betriebsteil und stellt monte mare den städtischen Grund kostenlos zur Verfügung.

Hier sehen die Sozialdemokraten eine Fortschreibung der für die Stadt Rheinbach ungünstigen Pachtbedingungen.
Der Betriebsteil des Bades, der überdurchschnittlich profitabel ist, soll aus der Pachtberechnungen in Zukunft zum größten Teil ausgeklammert werden und monte mare streicht die zu erwartenden Gewinne alleine ein. Dafür „darf“ die Stadt wieder einmal das Risiko tragen.

Taucherbecken bringt seit über einem Jahr nur noch die Hälfte der Pacht ein

In Sachen Taucherbecken läuft die Sache für die Stadt genauso ungünstig. Monte mare stellte die Pachtzahlungen für das Taucherbecken in dem Moment ein, in dem der Unterpächter die Pacht an monte mare nicht mehr zahlen konnte. Daraufhin wurde schnell eine Ergänzungsvereinbarung zwischen Stadt und monte mare getroffen, gegen die Stimmen der SPD. In dieser Vereinbarung erlässt die Stadt Rheinbach zunächst monte mare die Hälfte der fälligen Pacht für das Taucherbecken. Die weitere Höhe der Pacht soll, laut dieser Vereinbarung, nach einem Jahr Betriebszeit neu berechnet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt zahlt monte mare weiterhin nur die Hälfte der Pacht. Diese Frist ist seit dem 30. 11.2005 abgelaufen. Es gibt aber bis zum heutigen Tage noch keinen Berechnungen darüber, wie hoch die neuberechnete Pachtzahlung für das Taucherbecken aussehen wird. Nur eins ist schon jetzt klar, die Besucherzahlen für das Taucherbecken sind im Bemessungszeitraum rückläufig.

Gewinne für monte mare, das Risiko für die Stadt.

Zusammenfassend ist zu sagen, die SPD Rheinbach ist nicht länger bereit, das Risiko des Badbetreibers in jeder Form zu übernehmen und an den Gewinnen nicht beteiligt zu werden. „Bevor die getroffenen Vereinbarungen nicht abschließend behandelt sind, werden wir einer Erweiterung des Bades auch in Zukunft nicht zustimmen können“, so SPD-Chef Walter Langer. „ Es ist sicher nicht im Sinne der Bürgerinnen und Bürger Rheinbachs neue finanzielle Risiken einzugehen, wenn immer noch nicht geklärt ist, wie hoch die zukünftigen Pachtausfälle für die Stadt sein werden", ergänzt SPD-Ratsfrau Martina Koch.