Keine Antwort ist auch eine Antwort!

Zur Erinnerung: die SPD wollte wissen, ob dem Aufsichtsratsmitglied Bernd Beißel und dem Gesellschafterversammlungsmitglied Hans-Peter Höfel sogenannte Informationsfahrten von der Regionalgas Euskirchen angeboten wurden und ob sie diese Angebote angenommen haben.

„Auf Anraten des Bürgermeisters Stefan Raetz, der mir nicht beantworten konnte, ob Herr Beißel und Herr Höfel an „Informationsfahrten“ der Regionalgas Euskirchen teilgenommen haben, habe ich die Herren persönlich angeschrieben. Nach über einer Woche habe ich immer noch keine Antwort auf meinen Brief erhalten“, erläutert SPD-Fraktionschef Walter Lan-ger. „Aber, keine Antwort kann ja bekanntlich auch eine Antwort sein“, führt er weiter aus. „Wenn die Herren an keiner Fahrt teilgenommen haben, könnten sie die Fragen ja problemlos beantworten und Vermutungen und Spekulationen wären mit einem Schlag vom Tisch. So aber geht die SPD-Fraktion davon aus, dass sie sehr wohl an solchen Fahrten teilgenommen haben.“

SPD fordert Rücktritt
Die SPD-Fraktion fordert aus diesem Grunde Herrn Beißel und Herrn Höfel auf, Ihre Ämter mit sofortiger Wirkung niederzulegen.
„Für uns ist es nicht akzeptabel, dass die Gaspreise kontinuierlich angehoben werden und gleichzeitig die Aufsichtsrats- und Gesellschafterversammlungsmitglieder „Belustigungsfahrten“ unternehmen, die in letzter Konsequenz von den Bürgerinnen und Bürgern bezahlt wer-den müssen, ärgert sich SPD-Ratsfrau Martina Koch.
Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang auch das Verhalten der Rheinbacher Stadtverwaltung. Die wollte auf entsprechende Pressenachfragen, ob Beißel und Höfel schon vor 2004 Mitglieder in den Gremien der Regionalgas Euskirchen waren, keine Antwort geben, obwohl diese Angaben öffentlich sind.