Bundeswehrstandorte in der Region Mittelrhein gestärkt

Über die mögliche Stationierung eines zentralen betrieblichen Anteils der IT-Gesellschaft ist noch nicht abschließend entschieden. Sollte auch hier Rheinbach den Zuschlag bekommen, wird zusätzlicher Platz benötigt. Er wird geschaffen, in dem der Stab des Kommandos Strategische Aufklärung ins nahe gelegene Grafschaft / Gelsdorf verlegt wird.
Damit werden sowohl die wichtigsten Koordinierungselemente der Führungsunterstützung der Bundeswehr in Rheinbach konzentriert als auch die Auswertung der fernmeldeelektronischen
Aufklärung in Grafschaft optimiert.
„Viele Soldaten und zivilen Beschäftigten mit ihren Familien warten teilweise seit der Stationierungsentscheidung von 2001 auf eine Entscheidung, wo Ihr Arbeitsplatz künftig
angesiedelt ist. Das betrifft sowohl den Ort als auch die Dienststelle. Ich freue mich sehr, dass für die betroffenen Familien nun Planungssicherheit geschaffen wird. Doch nicht nur sie, sondern auch für die Landkreise und Kommunen und nicht zuletzt die kleinen und mittelständischen Unternehmen
profitieren direkt und indirekt von diesen Entscheidungen.
Gerade regionale IT-Unternehmen, die innerhalb
des Mittelstandskonzeptes des Bundeswehr-ITProjektes
HERKULES Nachaufträge aquirieren, gewinnen.
Und ich bin sicher, dass sie ihrerseits wiederum neue Firmen und Fachleute in den Rhein-Sieg-Kreis ziehen werden.
Kurz gesagt: eine Konzentration von Kompetenz.“
Hintergrund dieser Entscheidungen für das geografische Dreieck Rheinbach-Meckenheim-Euskirchen ist die weitere
Umsetzung des Stationierungskonzeptes der Bundeswehr
aus dem Jahr 2004 für den militärischen und zivilen Bereich.
Danach soll die Bundeswehr bis 2010 eine Zielstruktur von 150.000 Soldaten und 75.000 zivilen Beschäftigten einnehmen. Während das Ziel beim militärischen Personal nahezu erreicht ist und jetzt vor allem die Standorte eingenommen werden, gestaltet sich der Prozess beim zivilen Personal der Bundeswehr schwierig.
Davon betroffen ist auch das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk-, Explosiv- und Betriebsstoffe in (WIWEB) in Swisttal-Heimerzheim. Hier setzt sich Ulrike Merten seit vorletztem Jahr für die Erhaltung des Standortes ein. „Dass die Würfel hier noch nicht endgültig gefallen sind, ist für
mich ein gutes Zeichen und Anlass, die personellen, technischen und infrastrukturellen Vorteile herauszustellen.“ gibt sich Merten entschlossen. Seit letzter Woche haben sie und die lokale SPD auch von der FDP-Ratsfraktion in Swisttal Unterstützung erhalten.