SPD – Fraktion besucht das Wasserwerk

Im Rahmen der Besuche bei Firmen und Einrichtungen hat die Rheinbacher SPD – Fraktion dieses Mal das Wasserwerk an der Aachenerstraße besucht.

In der gut einstündigen Führung durch den Leiter, Volker Kiep, und seinen Mitarbeiter, Jörg Orth, wurde ausführlich auf die Aufgaben, für die die Mitarbeiter des Wasserwerkes zuständig sind, eingegangen.
Für viele Anwesenden war es schon erstaunlich, mit welch unterschiedlichen Materialien die Werksmitarbeiter zu tun haben. Es handelt es sich dabei zum Teil noch um Rohre, die aus herkömmlichen Bestandteilen bestehen und deren begrenzte Haltbarkeit beachtet werden muss; zunehmend ist das Werk jedoch schon ausgestattet mit hochmodernen Materialien, die in Zukunft ausschließlich angeschafft werden sollen.
Eine der Aufgaben der Wasserwerker besteht darin, vorsorglich systematisch das gesamte Rohrsystem der Stadt zu überprüfen, um Schäden frühzeitig beheben zu können. Dazu ist es notwendig, nachts, wenn der Wasserverbrauch sehr niedrig ist, Kontrollen durchzuführen. Wenn die bereits eingeleitete Digitalisierung abgeschlossen sein wird, braucht der Fachmann vor Ort nicht wie früher Kartenmaterial zu wälzen, um sich zu orientieren. Ein Blick in den Computer reicht dann, um die notwendigen Informationen sofort zur Verfügung zu haben; inzwischen verfeinerte Verfahren machen es neuerdings möglich, schon einen Haarriss relativ schnell zu orten.

Werden die Mitarbeiter zu einem Wasserrohrbruch geholt, ist es wichtig, die schadhafte Stelle so eng einzugrenzen, dass nur die unmittelbare Nachbarschaft von den Auswirkungen betroffen ist; dank moderner Technik lässt sich das bewerkstelligen.
Die Frage der finanziellen Haftung in solchen Fällen bewegte viele TeilnehmerInnen: „Wer zahlt die Reparatur bei Schäden an Hausanschlussleitungen, wenn diese im öffentlichen Verkehrsraum liegen? Wie zu erfahren war, ergibt sich die Antwort aus der Satzung der Stadt Rheinbach über die öffentliche Wasserversorgung; es heißt darin, dass der Aufwand für die Reparatur eines Haus- oder Grundstücksanschlusses an die Wasserversorgungsanlage der Stadt in tatsächlicher Höhe zu ersetzen ist.
Wichtig ist dabei zu wissen, dass der Hausanschluss an der Abzweigstelle des Verteilernetzes beginnt und an der Hauptabsperrvorrichtung im Haus endet. Die Abzweigstelle des Verteilernetzes liegt grundsätzlich im öffentlichen Verkehrsraum. Bei Schäden, welche zwischen diesen Abzweigstellen und dem Grundstück liegen ist, sind Versicherungen zur Schadensregulierung bei Rohrbrüchen etc. nicht verpflichtet. Es besteht jedoch die Möglichkeit, Versicherungsleistungen für diesen Eventualfall, der leicht mehrere Tausend Euro verursachen kann, in diesem Sinne zu erweitern.
Beeindruckt bedankte sich der Stellv. Fraktionsvorsitzende, Jürgen Spilles, bei Herrn Kiep für die ausführliche Einführung, die Einblick in einen vielseitigen Arbeitsbereich erlaubte. Er sagte: „ Man merkt, dass Sie und Ihre Mitarbeiter mit Herz und Verstand Ihre Aufgabe wahrnehmen!“