Stadt Rheinbach bietet Spiel- und Bolzplatz in Niederdrees zum Verkauf an

SPD-Ratsfrau Renate Krämer
Ortsvorsteherin Renate Krämer (SPD)

Überrascht zeigten sich Niederdreeser BürgerInnen sowie die Ortsvorsteherin Renate Krämer über das Vorhaben der Stadt Rheinbach, das alte Feuerwehrgerätehaus inkl. Spiel – und Bolzplatz zu veräußern.
„Man sollte doch annehmen, dass es sich bei solch schwerwiegenden Eingriffen in das Dorfleben zum guten Ton gehört, sich mit den Niederdreeser BürgernInnen zusammenzusetzen, um eine für das Dorf sinnvolle Lösung zu finden“, so die Ortsvorsteherin.
Bei einem Ortstermin in Niederdrees wurden der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Folke große Deters sowie die beiden SPD Ratsmitglieder Birgit Formanski und Jürgen Spilles von engagierten Niederdreeser Bürgern nochmals von der Notwendigkeit eines Spiel- und vor allen Dingen eines Bolzplatzes in Niederdrees überzeugt; immerhin gibt es in dieser Ortschaft mehr als 65 Kinder.
Der zentral gelegene Spiel – und Sportplatz gegenüber Kirche und alter Schule werde seit vielen Jahren von den Kindern des Dorfes gut angenommen; die Eltern wissen, dass Töchter und Söhne hier gut aufgehoben sind. In diesem Zusammenhang betonte der stellvertretende SPD – Fraktionsvorsitzende Jürgen Spilles, dass auch in kleineren Ortschaften die Möglichkeit zum gefahrlosen Spielen für Kinder in Wohnortnähe vorhanden sein muss.

Als neues Gelände ist angeblich das schmale Grundstück neben dem neu errichteten Feuerwehrgerätehaus vorgesehen. „Kein adäquater Ersatz“ ist für Folke große Deters dieser Grundstückstreifen, denn hier könnten die Spielgeräte, um den nötigen Sicherheitsabstand zu halten, nur fantasielos hintereinander aufgestellt werden. Die Spielstätte wäre auf der einen Seite begrenzt durch den Zaun zum Feuerwehrgelände und zur vielbefahrenen Kreisstraße hin durch einen Sicherheitszaun. Es würde sich dann um einen wahrhaft ‚anheimelnden’ Platz für kleinere Kinder handeln, gelegen an einer vielbefahrenen Straße. Es ist offensichtlich, dass das Dorfbild durch solche eine Anlage keineswegs verschönert würde.
Und das für die Heranwachsenden so wichtige Bolzgelände könnte an dieser Stelle aus Platzgründen gar nicht eingerichtet werden;
Laut Pressemitteilung vom 27.Februar 2008 sagte der Bürgermeister, dass diese Planung nur umgesetzt würde, wenn sich das Ganze „rechnen“ würde.
Nach Meinung der Ortsvorsteherin besteht noch einiger Beratungs- und Diskussionsbedarf mit den Niederdreeser BürgerInnen, bis es zu einer für alle Beteiligten akzeptablen Lösung kommt.
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