Helga Kühn-Mengel, Patientenbeauftragte der Bundesregierung

Auf Einladung der Rhein-Sieg-Bundestagsabgeordneten Ulrike Merten, besuchte die Patientenbeauftragte der Bundesregierung Helga Kühn-Mengel je eine ambulante und stationäre Einrichtung in Rheinbach. Hintergrund des Besuches ist das Pflegeweiterentwicklungsgesetz, welches zum 01.01.08 in Kraft getreten ist. Die Patientenbeauftragte betonte: „Ziel der Pflegereform ist die Lebenssituation der pflegebedürftigen Menschen, der pflegenden Angehörigen und der Pflegekräfte zu verbessern.“ Frau Wawer, Geschäftsleiterin der Rheinbacher Pflege- und Betreuungsteam GbR, erläuterte beim Rundgang durch die Geschäftsstelle die Strukturen der Einrichtung.

Eine weitere Station im Besuch der Patientenbeauftragten war die Einrichtung des ev. Altenzentrums Haus am Römerkanal, in dem die Rhein-Sieg-Abgeordnete bereits ein Betriebspraktikum absolviert hatte. Frau Schimikowski, die Leiterin der Einrichtung, wies beim Rundgang auf die Schwerpunkte der Arbeit im pflegerischen Bereich – sowohl stationär als auch ambulant – sowie die Betreuungsgruppe für dementiell erkrankte Menschen zur Entlastung pflegender Angehöriger hin.

In der sich anschließenden Informationsdiskussion mit rund 50 Gästen, stellte MdB Kühn-Mengel ihre Arbeit vor. „Die Reform der Pflegeversicherung verbessert die Leistungen für einen rößeren Kreis von Antragstellern“, so Kühn-Mengel, die darauf verwies, dass die Regelsätze kontinuierlich angehoben werden. Nachfragen und Hinweisen von Bürgerinnen und Bürgern ginge sie bei Krankenkassen und den kassenärztlichen Vereinigungen nach.
Frau Schweyer, Leitende Pflegekraft der ambulanten Pflege Bonn-Duisdorf machte deutlich, dass die Pflegereform die Situation von Patienten verbessert, aber teilweise den individuellen Bedarf nicht abdeckt.
Folke große Deters, Ortsvereinsvorsitzender der SPD Rheinbach, berichtete von privaten Erfahrungen mit seinem demenzkranken Großvater: „Eine bessere Vernetzung aller zuständigen Stellen ist gerade am Anfang der Erkrankung wichtig und dient dem Patientenwohl.“
Mehrere Teilnehmer beteiligten sich an der Diskussion, die gegen 20 Uhr zu Ende ging.