SPD mahnt Konsequenzen wegen Lustreisen an

Wie der Tagespresse zu entnehmen war, sind Bürgermeister Stefan Raetz sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates bzw. der Gesellschafterversammlung der Regionalgas Euskirchen, die CDU-Ratsherren Bernd Beißel und Hans Peter Höfel, mit einem blauen Auge davongekommen. Das Verfahren wegen der Lustreisen auf Kosten der Regionalgas Euskirchen wird nach Paragraph 153a der Strafprozessordnung gegen Auflagen eingestellt. Die beschuldigten Amtsträger wurden aufgefordert, ihren Kostenanteil an der Reise zu erstatten bzw. Geldbußen zu bezahlen.
Damit dokumentiert die Staatsanwaltschaft, dass die opulenten Lustreisen, unter anderem zum Bernsteinzimmer nach St. Petersburg, aus ihrer Sicht nicht in Ordnung waren. Das Verhalten der Herren Beißel, Höfel und Raetz hatte die SPD Rheinbach schon unmittelbar nach Bekanntwerden der Reisen scharf kritisiert. „Die Betroffenen sollten jetzt in sich gehen und sich bei den Rheinbacherinnen und Rheinbachern für ihr Fehlverhalten entschuldigen. Die Ratsherren Beißel und Höfel fordere ich auf, ihre Posten als Mitglieder des Aufsichtsrat bzw. der Gesellschafterversammlung der Regionalgas Euskirchen niederzulegen“, erklärt der Rheinbacher SPD-Vorsitzende Folke große Deters. „Es ist wichtig, dass die Unabhängigkeit von Amtsträgern in derartigen Unternehmen über jeden Zweifel erhaben ist“, so große Deters abschließend.