Sebastian Hartmann: Soziales Europa statt entfesselter Märkte

Europakandidat Sebastian  Hartmann vorne links
Europakandidat Sebastian Hartmann vorne links

„Es ist kein Wunder, dass das Soziale in Europa momentan zu kurz kommt, wenn die Konservativen im Europaparlament noch die Mehrheit haben.“ Mit diesem provokanten Satz rief SPD-Europakandidat Sebastian Hartmann, Vorsitzender der SPD Rhein-Sieg, die Sozialdemokraten auf einer öffentlichen Veranstaltung in Rheinbach zu einem engagierten Europawahlkampf auf.
Seine Forderung nach einer Europäischen Union, in der neben dem freien Markt auch die sozialen Bedürfnisse der Unionsbürger gleichberechtigt berücksichtigt werden, macht er dabei ganz konkret: „Wenn wir die Mehrheit haben, werden wir Entwürfen der europäischen Kommission nur dann zustimmen, wenn die sozialen Folgen des geplanten Rechtsaktes wissenschaftlich geklärt sind.“ Entschieden wendet sich Sebastian Hartmann jedoch gegen eine fundamentale Kritik an der europäischen Integration. Die EU ist für ihn ein Garant für Frieden und Wohlstand: „Wir sind zum ersten Mal in unserer Geschichte nur von befreundeten Staaten umgeben. Das hätte sich 1945 doch niemand träumen lassen.“
Allerdings habe in der Vergangenheit bei vielen Konservativen und Liberalen der Irrglaube geherrscht, ein von allen Regeln befreiter Markt sei ein erstrebenswertes Ziel: „Franz Müntefering und der Vorsitzende der SPE-Fraktion, Martin Schulz, sind als „Neandertaler-Sozialisten“ beschimpft worden, als sie eine Regulierung der Finanzmärkte gefordert haben. Mittlerweile erkennen immer mehr Menschen, dass sie mit ihren Warnungen richtig lagen.“
Der Rheinbacher SPD-Vorsitzende Folke große Deters dankte Sebastian Hartmann im Namen des begeisterten Publikums im voll besetzten Saal für seinen engagierten und kompetenten Vortrag: „Von Europa-Verdrossenheit war sicher auch dank Deiner Rede heute nichts zu spüren.“