SPD-Fraktion begrüßt vorgesehene Verbesserungen für die Rheinbacher Ortschaften durch den Nahverkehrsplanentwurf des Rhein-Sieg-Kreises

SPD-Ratsfrau Ute Krupp
SPD-Kreistagsmitglied Ute Krupp

Der Nahverkehrsplan für den Rhein-Sieg-Kreis wird zurzeit überarbeitet und hat Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr in Rheinbach und seinen Ortschaften. Wie Ute Krupp – verkehrspoliti-sche Sprecherin der Ratsfraktion und Kreistagsabgeord- nete – mitteilt, wurde der Entwurf in der letzten Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses vorgestellt und beraten.
Insgesamt begrüßt die SPD-Fraktion die Einführung von Taxi-Bussen im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis, wie dies von der Kreis-SPD schon lange gefordert worden war. Diese verkehren wie normale Busse auf festgelegten Linien, fahren aber nur, wenn sie bis 30 Minuten vor Fahrtbeginn telefonisch bestellt worden sind, leere Busse verkehren nicht mehr. Damit kann der Betrieb von Linien erhalten bleiben, die ansonsten wegen geringer Fahrgastzahlen eingestellt werden müssten. Anders als beim Anrufsammeltaxi (AST) gelten die normalen Fahrschein-Tarife des Verkehrsverbundes.
Verbesserungsbedarf sieht Ute Krupp im Bereich der AST-Fahrten in Rheinbach, die tagsüber und in den frühen Abendstunden stattfinden. Zunächst sollen, wie der Plan es vorsieht und Ute Krupp für die weiteren Beratungen gefordert hat, alle Ortschaften bis 21.30 auch mit dem AST-Verkehr nach Rheinbach versorgt werden. Zudem soll generell die Prüfung erfolgen, welche AST-Fahrten durch Taxibusse ersetzbar sind, die preiswerter sind, da der normale Fahrtarif gezahlt wird.
Der Rheinbacher SPD-Vorsitzende Folke große Deters freut sich, dass die Spätfahrten des Anrufsam-meltaxis von der Kernstadt zu den Ortschaften erhalten bleiben sollen. Diese hatte er – damals noch als Vorsitzender des Jugendparlamentes – als Ausgleich für den Wegfall des Nachtbusses beantragt.
Wormersdorf wurde im Nahverkehrsplanentwurf stiefmütterlich behandelt, wie Ute Krupp fest- stellte. Die Verbindungsstruktur aus Richtung Ahrweiler, die durch Wormersdorf führt, wurde nicht im Gutachten überprüft, da der Betreiber nicht die RVK ist. Der Verkehrsplaner bestätigte ausdrücklich, das es nicht sinnvoll sei, die größte Rheinbacher Ortschaft unberücksichtigt zu lassen.
Ute Krupp beantragte die Schaffung einer Taxibus-Verbindung über Wormersdorf zum Bahnhof Rheinbach zur Erreichbarkeit der RB 23 um 6.14. Frühpendler sollen so, wie angeregt, eine frühere Anbindung zur Bahn für Berufspendler und den Schülerverkehr haben.