Hauptstraße bleibt Autozone

Rheinbachs verstopfte Hauptstraße
Rheinbachs verstopfte Hauptstraße

Die CDU-Ratsmehrheit und der Bürgermeister haben seit Herbst 2008 verkündet, die Hauptstraße um 50 Prozent des Verkehres entlasten zu wollen. Selbst von diesem sehr bescheidenen Ziel ist nun leider nichts übrig geblieben.

Gegen die Stimmen der SPD wurde jetzt im Verkehr-sausschuss beschlossen, in der Hauptstraße “Tempo 30” anzuordnen und Fußgängerüberwege zu schaffen. Durch diese Maßnahme wird es noch nicht einmal zu einer minimalen Verkehrsreduzierung kommen.
Bürgermeister Raetz lehnte weitere Maßnahmen mit der Begründung ab, die Kapazität des Knotenpunktes Löherstraße/Vor dem Voigtstor könne die großen Verkehrsmengen nicht aufnehmen. “Dabei hat er jedoch weder eine alternative Verkehrslenkung über die Umgehungsstraße geprüft noch die Installation einer intelligenten Ampelschaltung an dieser Kreuzung in Erwägung gezogen,” erklärt Folke Deters SPD Mitglied im Verkehrsausschuss.

Auch der Landesbetrieb Straßenbau hat – auf Anfrage der SPD – bestätigt, dass er bei Vorlage eines tragfähigen Gesamtkonzeptes bereit wäre, eine echte Verkehrsberuhigung zu ermöglichen.

Der SPD Antrag sieht die probeweise Sperrung der Hauptstraße an den Wochenenden vor (Anlieger frei). Der Verkehr soll über die Graben- und Löherstraße abgeleitet werden. Nach der Probephase soll in Bürger/innen-Foren ausgewertet werden, ob sich die Maßnahme bewährt hat und ob der motorisierte Verkehr in der Hauptstraße auch wochentags auf den Anlieger-verkehr begrenzt werden kann.

“Nach wie vor ist eine Fußgängerzone nicht politischer Wille der aktuellen Ratsmehrheit. Echten Fortschritt in dieser Frage gibt es wohl nur mit neuen Mehrheiten im Rheinbacher Stadtrat,” so das Fazit von Martina Koch SPD Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidatin.