Erweiterung des Kiesabbaus in Flerzheim-Nord weiterhin offen

Bürgermeisterkandidat Dietmar Danz
Stv. Ortsvereinsvorsitzender Dietmar Danz

Mit Enttäuschung reagierte der Flerzheimer Kommunalpolitiker und stellv. Vorsitzende der Rheinbacher SPD, Dietmar Danz, auf die Entscheidung des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln, auch weiterhin bei der Untersuchung, an welchem der vier potenziellen Standorte künftig „Weißer Quarzkies“ im Bereich Kottenforst/Ville abgebaut werden soll, die Kiesgrube in Flerzheim nicht auszuschließen. „Im Vergleich der Standorte Weilerswist-Nord, Sonnenhof, Flerzheim-Nord und Witterschlick-Süd wird deutlich“, so der Bericht, „dass alle vier Abbauvorhaben einschließlich ihrer Ausführungsvarianten zu starken Auswirkungen auf die Umwelt im Landschaftsraum Kottenforst / Ville führen werden.“
Mit einer neuen Vorlage beim Regionalrat drängt der Regierungspräsident Lindlar (CDU) darauf, die Flerzheimer Kiesgrube um zehn Hektar in Richtung des südlichen Ortsrands von Buschhoven zu erweitern. „Unverständlich ist es“, so Dietmar Danz, „dass der Regionalrat seine Entscheidung über die nicht nur aus Sicht der SPD abzulehnenden Vorschläge von Lindlar auf Oktober vertagt hat und damit zur weiteren Unsicherheit der Bürger in Flerzheim und Buschhoven beiträgt.“
Der SPD-Kommunalpolitiker Dietmar Danz aus Flerzheim lehnt die neuen Vorschläge der Bezirksregierung zum Quarzkiesabbau in Flerzheim-Nord entschieden ab. „Die Belange der Menschen in dieser Region sind ein wichtiges und zu schützendes Gut und höher zu werten als die Interessen von Kiesunternehmern. Insbesondere für den ca. 500 Meter entfernten Wohnstandort Buschhoven Süd wird es durch den Kiesgrubenbetrieb zu einer zusätzlichen Staub- und Lärmbelästigung kommen. Das geplante Abbaugebiet Flerzheim-Nord beeinträchtigt in inakzeptabler Weise die Lebensqualität der Menschen in Flerzheim und Buschhoven“, so Dietmar Danz.
Am Standort Flerzheim muss darüber hinaus der Quarzkies im Nassabgrabungsverfahren durchgeführt werden. Die angedachte Erweiterung stellt eine zusätzliche potenzielle Gefährdung des Grundwassers dar. Auch befindet sich im Erweiterungsbereich von Flerzheim ein Teilstück einer denkmalgeschützten römischen Wasserleitung (Römerkanal).
„Es ist nicht verständlich, warum mit Flerzheim-Nord ein derart kleines und offensichtlich unwirtschaftliches Abbaugebiet ausgewählt wird, wo doch im Untersuchungsbereich größere Gebiete mit entsprechend hoher Ausbeute zur Verfügung stehen“, so Dietmar Danz abschließend.