Rheinbacher Bildungsdebatte mit allen Beteiligten führen

„Wir begrüßen die Initiative des Bürgermeisters, alle Parteien an einen Tisch zu holen, um wieder Ruhe in die Schuldiskussion zu bekommen. Es müssen sich wieder alle an die Absprache halten, dass wir im Vorfeld einer Entscheidung über die Schulstruktur mit den Betroffenen reden“, so der Rheinbacher SPD-Vorsitzende Folke große Deters. Er begrüße ausdrücklich, dass sich die CDU neuerdings in Richtung „längeres gemeinsames Lernen“ bewege. Das unabgestimmte „Vorpreschen“ der Christdemokraten, eine Elternbefragung zur Ermittlung des Bedarfs für eine Gesamtschule zu beantragen, sei dabei aber nicht hilfreich gewesen.
„Mit der SPD werden auf dem Schulgipfel keine Fakten geschaffen, ohne dass wir sie mit Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen im Arbeitskreis diskutiert haben“, so große Deters weiter.
Der gemeinsame Arbeitskreis aus Politik und Betroffenen habe eine viel versprechende Richtung eingeschlagen, da nach der ersten Sitzung als Ergebnis im Protokoll festgehalten werden konnte, dass neben den Rheinbacher Gymnasien eine „zweite Säule“ geschaffen werden solle.

Längeres gemeinsames Lernen anbieten
„Dieses Ergebnis liegt genau auf unserer Linie“, erklärte Folke große Deters. „Wir wollen allen Eltern ein Angebot machen, die längeres gemeinsames Lernen statt frühe Auslese nach der vierten Klasse wollen. Diese zweite Säule wäre auch für alle interessant, die ein Abitur nach 9 Jahren statt nach 8 Jahren auf dem Gymnasium anstreben. Als mögliche Schulformen kämen Gemeinschaftsschule und Gesamtschule in Frage.“
„Wir brauchen keinen Schulkrieg, sondern ein vielfältiges Schulangebot, das den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird. Dafür brauchen wir auch Mut für Veränderungen“, so große Deters abschließend.