Literatur und Glas

Das Bücherteam der AsF, des Arbeitskreises sozialdemokratischer Frauen, hatte zu einer gemütlichen Runde am Nachmittag in den Himmeroder Hof eingeladen und gleich beim ersten Treffen am ‚Offenen Bücherschrank‘ kam es zu einem regen Austausch über Literatur.
Dabei wurden nicht nur Fundstücke aus dem ‚Offenen Bücherschrank‘ vorgestellt, sondern auch eigene Bücher, die wegen ihrer Besonderheit auf den Leseweg geschickt werden sollten. Manchmal war der Weg dann so kurz, dass sich sogleich ein Mitglied aus der Runde erst mal den Zugriff sicherte, natürlich unter dem Versprechen, dieses Buch sofort nach der Lektüre wieder in den Himmeroder Hof zu bringen. Gesprochen wurde u. a. über Urlaubslektüre, Biographien, anspruchsvoll geschriebene Krimis und sozialkritische Beiträge. Nicht nur vorgestellt, sondern auch herumgereicht wurde ein altes englisches Buch, das sowohl Garten- als auch Kochbuchfreundinnen ansprach.
Kamen die Beispiele bis dahin eher aus dem zeitgenössischen Bereich, erweiterte die Leiterin des Glasmuseums, Frau Dr. Ruth Fabritius, den bis dahin gesteckten Rahmen. Sie führte die Besucherinnengruppe zu einem von Johann F. Hoffmann angefertigten Deckelpokal, der nach einem Motiv von Wilhelm von Kaulbach (1805-1874) gestaltet worden war. Der Maler hatte sich durch das mittelalterliche Gedicht „Unter der Linde“ von Walter von der Vogelweide inspirieren lassen. Dadurch wurde deutlich, dass im Rheinbacher Glasmuseum auch Verbindungen zwischen Literatur und Glas existieren.
Das Team, das den ‚Offenen Bücherschrank‘ betreut, freute sich über den Zuspruch beim ersten Treffen und nahm gerne die Anregung auf, bald zu einem weiteren Gespräch über Literatur und auch Glas am ‚Offenen Bücherschrank‘ einzuladen.