Die Verkehrsberuhigung der Rheinbacher Hauptstraße bleibt auf der Tagesordnung

Bürgermeisterkandidat Dietmar Danz
Stv. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Dietmar Danz

Mit dem Durchschneiden eines farbigen Bandes, umhüllt von bunten Luftballons, freute sich Bürgermeister Raetz in den letzten Tagen über die sogenannte Wiedereröffnung der Hauptstraße in Rheinbach. Aber genauso offensichtlich war es, dass Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger zu dieser improvisierten Eröffnung nicht eingeladen waren, weil sie hieran keine wirkliche Freude gehabt hätten. Denn es gibt in Rheinbach eine deutliche Mehrheit in der Bevölkerung, die die Hauptstraße als stark befahrende innerörtliche Verkehrsader nicht mehr akzeptiert.

„In unseren Gesprächen, auch an unseren Informationsständen, haben uns die Bürgerinnen und Bürger sehr deutlich gesagt, wie angenehm sie, trotz Baumaßnahmen in der Hauptstraße, die gewonnene verkehrliche Ruhe empfunden haben,“ berichtet Dietmar Danz, stellvertretender Vorsitzender der Rheinbacher SPD. „Auch Radfahrer haben sich über das gefahrlose Befahren der Hauptstraße gefreut.“

Es mutet deshalb schon etwas befremdlich an, wenn der Bürgermeister eine Umfrage des Rheinbacher Gewerbevereins als ausschließliche Begründung für seine bekannte Haltung „Freie Fahrt in der Hauptstraße“ versucht zu nutzen. Danach hätten 53 % der Gewerbetreibende in der Hauptstraße während der Straßensperrung Umsatzeinbußen zu verzeichnen gehabt. „Welche belastbare Aussage soll eine solche Umfrage, die während einer großflächigen Baumaßnahme gemacht wurde, eigentlich haben? Ist dem Bürgermeister die Wettersituation der letzten Wochen und Monate verborgen geblieben, die nicht unbedingt zum Verweilen im Freien eingeladen hat?“ fragt Dietmar Danz weiter. „Und ein Blick in öffentlich zugänglichen Angaben des Statistischen Bundesamtes zu den rückläufigen Umsätzen im Einzelhandel in den ersten Monaten des Jahres 2013 hätten auch bei Bürgermeister Raetz zu einer differenzierten Erklärung führen sollen“, so der sozialdemokratische Kommunalpolitiker weiter.

„Die Verkehrsberuhigung der Hauptstraße bleibt auf der Tagesordnung“, bekräftigt Jürgen Lüdemann, stellvertretender Vorsitzender der Rheinbacher SPD, das verkehrspolitische Ziel der SPD. In der Diskussion ist weiterhin als mögliche Option eine Verkehrsführung im Zweirichtungsverkehr durch die Löherstraße vorbei am ehemaligen Krankenhaus verbunden mit einer intelligenten Ampelschaltung im Einmündungsbereich „Vor dem Voigtstor“. „Überdies haben die Ratsfraktionen vor einiger Zeit bei der Veräußerung der ehemaligen Metzgerei Wiefhoff einmütig rechtliche Möglichkeiten geschaffen, um eine Verbreiterung der Löherstraße im Kurvenbereich zu ermöglichen“, so der Rheinbacher SPD-Vorsitzende Folke große Deters abschließend.