Keine Erweiterung des Kiesabbaus in Flerzheim

Kiesabbau in Flerzheim

Die NRW-weit zuständige Abteilung Bergbau und Energie der Bezirksregierung Arnsberg hat die von den Kieswerken Rheinbach geplante Erweiterung der Flerzheimer Kiesgrube abgelehnt. „Ich begrüße ausdrücklich, dass die Bezirksregierung in Arnsberg sich im Rahmen der rechtskräftigen Regionalplanung bewegt und den Antrag der Kieswerke Rheinbach zur Erweiterung der Kiesgrube in Richtung Buschhoven abgelehnt hat“, so Dietmar Danz, Flerzheimer Ratsherr und Stellv. Vorsitzender der Rheinbacher SPD. Der sozialdemokratische Kommunalpolitiker erinnert daran, dass die Pläne des Betreibers der Kiesgrube vorsehen, die Abbaufläche bis auf rund 380 Meter an den Ortsrand von Buschhoven auszudehnen. „Dieser weiteren Verkraterung der Landschaft hat der Regionalplan durch die Ausweisung einer Konzentrationsfläche einen Riegel vorgeschoben“, erläutert Dietmar Danz.

Der Flerzheimer Ratsherr teilt die Sorge des Landschaftsschutzvereins Kottenforst und seiner sozialdemokratischen Ratskollegen aus Swisttal, dass mit der Ablehnung durch die Bezirksregierung Arnsberg das Thema noch nicht vom Tisch sei. „Ich erinnere an den Versuch der Kieswerke Rheinbach, sehr frühzeitig vollendete Tatsachen zu schaffen. Während der Beratungsphase zum Regionalplan und der damit vorgesehenen Ausweisung einer Konzentrationszone, allerdings nicht in Flerzheim, sollten durch eine vorzeitige Beantragung einer Erweiterung langfristig Abbauflächen gesichert werden“, so der sozialdemokratische Kommunalpolitiker.

Im Rahmen der Beteiligung hatte im Übrigen seinerzeit die Stadt Rheinbach als Träger öffentlicher Belange mit den Stimmen von CDU und FDP einer möglichen Erweiterung der Kiesabbaufläche in Richtung Swisttal-Buschhoven zugestimmt. „Schon damals habe ich mein Unverständnis für die Haltung von Bürgermeister Raetz und der Fraktionen von CDU und FDP formuliert, wie leichtfertig mit kommunaler Solidarität umgegangen wird. Die Vorlage der Verwaltung für die politischen Entscheidungsgremien, die sich wie eine Abschrift aus dem Antrag der Kieswerke las, ließ jede kritische Bewertung vermissen“, so Dietmar Danz abschließend.