Stopp des Schwellenbaus für Radverkehr beantragt

Schwellen behindern Radfahrer

In einem gemeinsamen Antrag für den Ausschuss für Stadtentwicklung wenden sich SPD und Grüne gegen den weiteren Bau von Schwellen, die den Radverkehr beeinträchtigen.

Die Stadt Rheinbach hat in den letzten Jahren an mehreren Stellen beim Neubau bzw. der Erneuerung von Straßen Schwellen auf der Fahrbahn errichtet, die sich über die die ganze Breite der Fahrbahn erstrecken. Solche Schwellen finden sich z.B vor der Stadthalle, im Baugebiet Weilerfeld und an der Einmündung Kleine Heeg/Neue Heeg.

„Diese Schwellen sind relativ steil und für Radfahrerinnen und Radfahrer eine völlig sinnlose Behinderung“ stellt Ratsfrau Mäsgen fest, „dennoch werden zum Teil markierte Schutzstreifen für den Radverkehr über diese Schwellen geführt.“ Daher wurde beantragt, ab sofort auf kommunalen Straßen und Wegen in Rheinbach grundsätzlich auf den Bau von Schwellen zu verzichten, die nicht ausreichend Platz lassen für eine schwellenfreie Vorbeifahrt für den Radverkehr.

„Dies entspricht auch den aktuellen Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, deren Anwendung den Kommunen seitens der Landesregierung empfohlen wurde“ erläutert Dr. Wilmers, der als sachkundiger Bürger für die SPD dem Ausschuss angehört. Zudem wurde beantragt, vorhandene Schwellen entsprechend umzugestalten, wenn dies kostengünstig zu realisieren ist.

Ein Verzicht auf den weiteren Bau von Schwellen, die der Radverkehr nicht schwellenfrei passieren kann und die gelegentliche entsprechende Umgestaltung vorhandener Schwellen stellt nach Ansicht von SPD und Grünen eine sinnvolle Maßnahme zur Förderung des Rad-verkehrs in Rheinbach dar.