SPD will Schulsozialarbeit in Rheinbach ermöglichen

„Wir wollen Schulsozialarbeit auch in Rheinbach ermöglichen“, schildern Folke große Deters, Vorsitzender des Sozialausschusses, und Dietmar Danz, Vorsitzender des Schulausschusses (beide SPD), das Ziel ihres Antrages. Sie wollen, dass die Stadt einen Schulsozialarbeiter beschäftigt, der an den weiterführenden Schulen die Lehrer/innen bei ihrer pädagogischen Arbeit unterstützt. In vielen Nachbarkommunen sei der Einsatz von Schulsozialarbeitern bereits fest etabliert. Da die Landesregierung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) 60 Prozent der Stelle finanziert, würde die Stelle für die Stadt pro Jahr rund 25 000 Euro kosten. Ausgaben für Schulsozialarbeit werden von der Kommunalaufsicht wie pflichtige Leistungen behandelt, so dass Rheinbach trotz seiner schwierigen Haushaltslage an dem Programm teilnehmen kann.

Kein Kind zurück lassen

„Wir dürfen auch in Rheinbach kein Kind zurücklassen. Dafür braucht es Unterstützung über den reinen Schulunterricht hinaus. Rheinbach sollte als „Stadt der Schulen“ dabei nicht hinter den Standard der Nachbarkommunen zurückfallen“, erklärt Folke große Deters. „Es wird sich auch für den Rheinbacher Haushalt bezahlt machen, in frühe Hilfen zu investieren, statt zu warten, bis hohe Folgekosten zum Beispiel durch Sozialleistungen oder im Rahmen der Jugendhilfe entstehen“, so große Deters weiter.
Die Kosten für die Stadt Rheinbach möchte Folke große Deters, der auch Mitglied des Kreistages ist, weiter reduzieren. „Die SPD-Kreistagsfraktion fordert, dass der Kreis sich an der Finanzierung der Schulsozialarbeit beteiligt und die Rückzahlungen des Bundes in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro dafür einsetzt“, ist sich große Deters mit seiner Kreistagskollegin Ute Krupp einig.