SPD-Initiative für Schulsozialarbeit in Rheinbach scheitert am Widerstand von CDU und FDP

„Für uns Sozialdemokraten haben eine gute Bildung und hochwertige Betreuungsangebote allerhöchste Priorität“, begründen Dietmar Danz, Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Bildung und Sport, und Folke große Deters, Vorsitzender des Ausschusses für Generationen, Integration und Soziales, ihre gemeinsame Initiative, Schulsozialarbeit auch in Rheinbach zu ermöglichen.

Im Rahmen der aktuellen Haushaltsdiskussion hatten die beiden sozialdemokratischen Kommunalpolitiker gefordert, für Rheinbach beim Rhein-Sieg-Kreis eine Stelle für die weiterführenden Schulen zu beantragen. Das Land NRW hat zwischenzeitlich eine mehrjährige Bezuschussung in Höhe von 60 % für die Schulsozialarbeit zugesagt. Diese Bezuschussung gilt auch für neu einzurichtende Stellen. Es bliebe ein Eigenanteil von 40 % beim Schulträger.

„Ich halte Schulsozialarbeit an den weiterführenden Schulen in Rheinbach weiterhin für eine sinnvolle und notwendige Ergänzung zum bestehenden Bildungsauftrag der Schulen. Durch den niederschwelligen Charakter ist sie von Kindern und Jugendlichen direkt zu erreichen. Die Fachkräfte der Schulsozialarbeit können durch Ihre Arbeit und die daraus geschaffene Vertrauensebene Probleme schneller erkennen und durch eine Zusammenarbeit mit den Eltern bedarfsgerecht lösen“, so Dietmar Danz, Stellv. Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion.

„CDU und FDP haben nicht verstanden, dass Schulsozialarbeit mittlerweile zu einer zeitgemäßen Pädagogik dazu gehört. Alle Nachbarkommunen mit weiterführenden Schulen investieren trotz knapper Kassen in diese zusätzliche Förderung. In Rheinbach hat der Bürgermeister sich selbst dann nicht um Schulsozialarbeit bemüht, als der Bund für drei Jahre die komplette Finanzierung von Stellen übernehmen wollte. Auch in Rheinbach gibt es Jugendliche, die über den Unterricht hinaus besondere Unterstützung brauchen. Vor deren Schwierigkeiten verschließen CDU und FDP die Augen, weil es nicht in ihr Weltbild passt, dass auch bei uns nicht alles „heile Welt“ ist“, so SPD-Ratsherr und Kreistagsabgeordneter Folke große Deters.

„Für uns Sozialdemokraten bleibt es weiter eine zentrale Herausforderung, soziale Benachteiligungen auszugleichen und gleiche Chancen auf Bildung und Teilhabe herzustellen. Dazu wäre die Schulsozialarbeit – von Rheinbacher Schulen gewünscht – ein wichtiger Baustein gewesen“, so Dietmar Danz und Folke große Deters abschließend.