SPD will Schulplätze für Rheinbacher Kinder an der Gesamtschule sichern:

„Wir wollen alles tun, damit alle Rheinbacher Kinder auch auf Rheinbacher Schulen gehen können“, erklären die Fraktionsvorsitzende Martina Koch und Ratsherr Folke große Deters (beide SPD). „Deshalb fordern wir die Verwaltung auf, jetzt zu handeln", ergänzt der Vorsitzende des Schulausschusses, Dietmar Danz (SPD).
In ihrem Antrag an den Schulausschuss fordern Martina Koch und Folke große Deters, eine Fusion der Rheinbacher Gesamtschule mit der Heimerzheimer Sekundarschule zu prüfen. Damit wollen die Kommunalpolitiker dafür sorgen, dass Swisttaler Kinder in Swisttal zur Schule gehen, statt Plätze an der Rheinbacher Gesamtschule zu belegen. Der Hintergrund: Das Schulgesetz erlaubt nicht, Rheinbacher Kinder gegenüber Swisttaler Kindern bei der Aufnahme auf die Gesamtschule zu bevorzugen, da es in Swisttal keine Gesamtschule gibt. Damit kann es – wie in diesem Schuljahr geschehen – dazu kommen, dass Swisttaler Kinder Plätze an der Rheinbacher Gesamtschule beanspruchen und deshalb nicht alle Rheinbacher Kinder dort Aufnahme finden können. Die Schaffung einer weiteren Klasse hatte die schwarz-gelbe Koalition gegen die Stimmen der Opposition aus SPD, Grünen und UWG abgelehnt.
Martina Koch und Folke große Deters sind überzeugt, dass die Gründung einer Schule mit zwei Standorten, Rheinbach und einer Zweigstelle in Heimerzheim, in einem gemeinsamen Zweckverband festgelegt werden könnte. Rheinbach müsste dann die Kosten für den Rheinbacher, Swisttal die Kosten für den Swisttaler Standort tragen. Koch und große Deters schildern die möglichen Vorteile einer solchen Lösung:
Vorteile für Rheinbach und Swisttal
„Die Einrichtung einer Zweigstelle in Heimerzheim würde dazu führen, dass Swisttaler Kinder keine Plätze in Rheinbach mehr in Anspruch nehmen würden. Vorteil für Rheinbach wäre überdies, dass die Swisttaler Zweigstelle der Rheinbacher Gesamtschule Oberstufenschüler zuführen würde, die ansonsten möglicherweise nach Meckenheim, Bornheim oder Bonn gehen würden. Damit könnte auch bei abnehmenden Schülerzahlen die Funktionsfähigkeit der Oberstufe und ein attraktives Kursangebot gesichert werden.
Für Swisttal könnte eine solche Lösung attraktiv sein, weil damit die Attraktivität des Schulstandortes Heimerzheim stiege und dieser so auch in Zeiten abnehmender Schülerzahlen gesichert werden könnte. Swisttal würde einen eigenen Schulstandort behalten, der dann aber Teil einer Gesamtschule und nicht mehr Sekundarschule wäre“, so Koch und große Deters weiter.

„Schwarz-Gelb und der Bürgermeister haben dieses Jahr sehenden Auges hingenommen, dass Rheinbacher Kinder in Rheinbach keinen Schulplatz finden. Die Kommunalpolitik insgesamt steht aber bei den Eltern im Wort, dass wir alles tun, um eine solche Situation zu vermeiden. Ich sehe aber leider keine Aktivitäten der schwarz-gelben Koalition und des Bürgermeisters, um für das kommende Schuljahr Abhilfe zu schaffen. Dabei ist jetzt entschiedenes und schnelles Handeln erforderlich“, so Folke große Deters abschließend.