Kostenloser Internetzugang für alle und überall

Kalle Kerstholt
Vizebürgermeister Kalle Kerstholt

Kostenloser Internetzugang für alle und überall – dafür wollen sich die Landtagsfraktionen von SPD, B‘90/Die Grünen und Piraten in NRW durch die Unterstützung von Freifunk-Netzen einsetzen. Sie haben in ihren Fraktionen dem gemeinsamen Antrag „Freifunk in Nordrhein-Westfalen: Bürgernetze ausbauen und weiter stärken!“ zugestimmt. Rechtssicherheit für Freifunk-Anbieter soll hergestellt sowie freie und offene Bürgernetze flächendeckend etabliert werden. Der Antrag wird in Kürze im Plenum des Landtages debattiert.

Eine entsprechende kommunale Initiative hat Vize-Bürgermeister Kalle Kerstholt für die SPD-Ratsfraktion bereits in den letzten Wochen vorbereitet. „Wir müssen den Ausbau öffentlicher WLAN-Netze in unseren Kommunen vorantreiben. Das ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung auch in Rheinbach. Außerdem bietet frei verfügbares Internet ein nicht zu unterschätzendes Entwicklungspotenzial für bürgerschaftliches Engagement und neue kreative Ideen“, so der sozialdemokratische Vize-Bürgermeister.

Mit einem Antrag für den Fachausschuss Standortförderung wollen die Rheinbacher Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten der Freifunk-Initiative einen zusätzlichen Impuls geben. „Die Stadt Rheinbach soll auch Kontakt aufnehmen mit Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen und den Interessensverbänden der Gewerbetreibenden (Gastronomie, Einzelhandel etc.) in Rheinbach, um die Möglichkeit der Teilnahme am Freifunk-Projekt zu bewerben und potentielle Kooperationspartner für eine Partnerschaft zwischen Stadt, Freifunkern und anderen zu gewinnen“, beschreibt Michael Rohloff, SPD-Ratsherr aus Wormersdorf, die Zielrichtung der Initiative.

„Darüber sollte die Stadt prüfen, an welchen Orten – auch in den Rheinbacher Ortschaften – freifunktaugliche Zugangsmöglichkeiten eingerichtet werden können und benennt diese Orte mit genauer Lage“, ergänzt der Stellv. Fraktionsvorsitzender und Flerzheimer Ratsherr Dietmar Danz die Ratsinitiative. „Denn auch die Belange der Ortschaften müssen in der weiteren Planung berücksichtigt werden.“

‚Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer‘ heißt es umgangssprachlich. „Deshalb muss man das Projekt beherzt und zielstrebig vorantreiben. Die Inbetriebnahme eines ersten Freifunk-Routers in der Rheinbacher Kernstadt ist eine erfreuliche Entwicklung, verlangt jedoch nach weiteren Umsetzungsschritten“, so Kalle Kerstholt, Dietmar Danz und Michael Rohloff abschließend.