Stolpersteine in Rheinbach

Stolpersteine fehlen vor dem früheren Klaber Haus
Vor dem jetzigen Schmuckgeschäft Hardenberg kann an den jüdischen Sozialdemokraten Herrmann Klaber erinnert werden

Am 22.04.2013 hat der Rat der Stadt Rheinbach den Bürgerantrag der Initiative ‚Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger für Stolpersteine‘ abgelehnt, für 34 ermordete jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger Stolpersteine in Rheinbach zu verlegen. Mit 18 Ja-Stimmen, 18 Nein-Stimmen und 1 Stimmenthaltung fand der Bürgerantrag seinerzeit keine Mehrheit.

Nun liegt ein neuer Bürgerantrag vor, mit dem Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger den Rat bitten, sich erneut mit der Verlegung von Stolpersteinen in Rheinbach zu befassen. Inzwischen sind 36 Namen ehemaliger jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger bekannt, an die erinnert werden soll.

„Die SPD Rheinbach begrüßt den neuen Antrag und wird dem interfraktionell abgestimmten Beschlussvorschlag zustimmen“, erklären übereinstimmend Dietmar Danz, Vorsitzender der SPD Rheinbach, und Martina Koch, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion. In der Fachausschutzsitzung am 25.08.2016 wird das Thema behandelt und zur Abstimmung gestellt. Die abschließende Beratung ist für die Sitzung des Rates am 12.09.2016 vorgesehen.

„Wir hoffen darauf, dass der Rat der Stadt in seiner Zusammensetzung nach der Kommunalwahl 2014 den Weg frei macht, auch in Rheinbach Stolpersteine verlegen zu können“, so Dietmar Danz und Martina Koch abschließend. Gunter Demnig zitiert den Talmud zu Recht mit den Worten ‚Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist‘. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst in Rheinbach lebten und arbeiteten.