„Das Sozialticket in Nordrhein-Westfalen muss erhalten bleiben!“

Rund 51.000 Berechtigte im Rhein-Sieg-Kreis, Menschen, die SGB II oder Leistungen aufgrund von Erwerbsminderung oder Grundsicherung im Alter beziehen, nutzen das Sozialticketangebot des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, den VRS-MobilPass, der auch aus Landesanteilen mitfinanziert wird. Daher empfinden die Sozialdemokraten das Vorhaben der schwarz-gelben Landesregierung, den Landesanteil wegzukürzen, als sozialen Kahlschlag.

SPD-Ratsfrau Ute Krupp
Kreistagsabgeordnete Ute Krupp

Rund 51.000 Berechtigte im Rhein-Sieg-Kreis, Menschen, die SGB II oder Leistungen aufgrund von Erwerbsminderung oder Grundsicherung im Alter beziehen, nutzen das Sozialticketangebot des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, den VRS-MobilPass, der auch aus Landesanteilen mitfinanziert wird. Daher empfinden die Sozialdemokraten das Vorhaben der schwarz-gelben Landesregierung, den Landesanteil wegzukürzen, als sozialen Kahlschlag. „Bereits als nur gerüchteweise bekannt war, dass die schwarz-gelbe Regierung die Abschaffung des Sozialtickets plant, haben wir ein Bekenntnis zum VRS-MobilPass, dem Sozialticketangebot im Rhein-Sieg-Kreis, gefordert. Inzwischen ist leider klar, dass das Land schneller aussteigen wird als erwartet. Es ist nicht nur ein Unding für diejenigen, die auf dieses Ticketangebot angewiesen sind, sondern auch für alle anderen Nutzer. Im Jahr 2016 verkaufte der VRS verbundweit rund 680.000 Tickets. Ein Wegfall des Sozialtickets würde auch für unsere Verkehrsunternehmen einen erheblichen Einnahmeverlust bedeuten. Das Sozialticket in Nordrhein-Westfalen muss erhalten bleiben!“, fordert Dietmar Tendler, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Noch haben die Sozialdemokraten die Hoffnung, die schwarz-gelbe Regierung von ihren Plänen abzubringen. „ Für viele Menschen ist das vergünstigte Ticketangebot häufig die einzige Möglichkeit, mobil zu sein. Eine Abschaffung dieses Angebots hätte erhebliche Folgen für die Betroffenen und den VRS. Wenn es zu einem großen Schulterschluss zwischen Kommunalpolitikern aller politischen Parteien kommen würde, hätte das eine deutliche Signalwirkung, die Schwarz-Gelb zum Umdenken zwingt. Bei unserem ersten Aufschlag haben CDU und FDP im Verkehrsausschuss unseren Antrag mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt. Dieses Mal sind die die schwarz-gelben Pläne konkret – das Sozialticket ist akut bedroht. Wir müssen den sozialen Kahlschlag gemeinsam verhindern!“, ergänzt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Ute Krupp, abschließend.