Mit der Ausweisung von Fahrradstraßen in Rheinbach lässt sich die Sicherheit der Radfahrer verbessern

Die SPD Rheinbach fordert die Schaffung von Fahrradstraßen und ein beschildertes Wegenetz für Radfahrer in der Kernstadt. Auch ohne große Kosten lässt sich die Sicherheit der Radfahrer in Rheinbach verbessern!

Eine umfassende Bewertung der verkehrspolitischen Bedeutung des Radfahrens in Rheinbach und der Bedeutung für den Klimaschutz nahm die SPD Rheinbach vor.

In verkehrspolitischer Hinsicht hat sich Rheinbach seit langem zum Ziel gesetzt, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr zu erhöhen. Im geltenden Stadtentwicklungskonzept von 2004 heißt es beispielhaft: „Im Binnenverkehr besteht das größte Potenzial von Verlagerungen der Verkehrsanteile vom Kfz zu den Fußgängern und Radfahrern. … Bei allen zukünftigen Neu- und Umbauten von Straßen sind die Belange des Fußgänger- und Radverkehrs als erste Priorität zu prüfen und zu berücksichtigen.“ Bei dieser Absichtserklärung ist es aber Dank der CDU/FDP Mehrheit geblieben.

Die SPD diskutiert angesichts der bislang völlig unzureichenden Förderung des Radverkehrs in Rheinbach nun, ob nicht auch ohne vorherige Erstellung eines Radverkehrskonzeptes Verkehrsachsen für den Radverkehr in der Kernstadt geschaffen und ausgeschildert werden auf Straßen, die dazu als Fahrradstraßen ausgewiesen werden.

Der einzige wichtige Lichtblick der vergangenen Jahre zur Förderung des Radverkehrs wurde auf Anregung von SPD-Ratsherr Dr. Georg Wilmers umgesetzt, die Brücke über den Gräbbach zwischen Kriegerstraße und Kleine Heeg so neu zu bauen, dass sie für den Radverkehr geeignet und vorgesehen ist.

„Dadurch gibt es eine durchgehend Radfahrverbindung zwischen dem Eulenbach und der Bahnhofstraße, die viel besser mit dem Rad befahren werden kann als die parallele Straßenverbindung Meckenheimer Straße-Koblenzer Straße-Vor dem Voigtstor-Löherstraße-Grabenstraße-Vor dem Dreeser Tor, die aufgrund des sehr hohen Kfz-Verkehrs, größtenteils fehlender Radinfrastruktur und teilweise schlechtem Zustand, von Radfahrerinnen und Radfahrern nur mit einem mulmigem Gefühl befahren wird“, erläutert Dr. Wilmers.

Der Vorschlag von Dr. Wilmers sieht vor, die Straßen Bahnhofstraße, Kriegerstraße und Kleine Heeg ab der Gräbbachbrücke bis zur Einmündung Neue Heeg zu Fahrradstraßen zu machen und als West-Ost-Fahrradachse nördlich der Hauptstraße auszuschildern. Außerdem sollen die Straßen Gerbergasse, Kallenturm und Bachstraße zu Fahrradstraßen gemacht und als Nord-Süd-Fahrradachse ausgeschildert werden.

Dies ist nach der Straßenverkehrsordnung möglich, wenn der Radverkehr auf solchen Straßen die wichtigste Verkehrsart ist oder werden soll. Kfz-Verkehr kann in Fahrradstraßen zugelassen werden, es gilt dort aber grundsätzlich Tempo 30 und der Radverkehr hat Vorrang und Radfahrer(innen) dürfen nebeneinander fahren.

Auch die Turmstraße soll, sozusagen als letzte Rettung für den Rad-, insbesondere den Schulverkehr, zur Fahrradstraße erklärt werden, von der aus man mit Hilfe einer ordentlichen Ampel geradeaus über den Himmeroder Wall und später – wie im Masterplan Innenstadt vorgesehen – neben dem Hexenturm weiter geradeaus über das Pallotti-Gelände Richtung Meckenheim fahren kann auf einer West-Ost-Fahrradachse südlich der Hauptstraße.

Um eine weitere Nord-Süd-Fahrradachse aufzeigen und ausschildern zu können, soll in der Münstereifeler Straße stadteinwärts vor dem Kreisel der Schutzstreifen für den Radverkehr als Radweg weitergeführt, nach rechts verschwenkt und neben dem Zebrastreifen über die Straße vor dem Dreeser Tor in die Bahnhofstraße geführt werden. Der Platz für eine solche Umbaumaßnahme wäre nach Ansicht von Dr. Wilmers vorhanden. Auf diese Art und Weise würden in der Kernstadt erst zwei, nach Neu- bzw. Umbaumaßnahmen dann vier Fahrradachsen entstehen, die gut befahrbar sind und von denen aus alle Bereiche der Kernstadt mit dem Rad gut erreichbar wären.