SPD-Fraktion setzt sich für städtische Unterstützung ein

Die Sorge um den Fortbestand des Rheinbacher Einzelhandels hat die SPD-Fraktion bereits im November 2020 dazu bewogen, einen Antrag an den Ausschuss für Standortförderung zu stellen, in dem sich die Ausschussmitglieder gemeinsam mit der Stadtverwaltung darüber Gedanken machen, wie den Gewerbetreibenden von Seiten der Stadt Rheinbach geholfen werden kann.

Die Einnahmenausfälle durch die Corona-Pandemie haben bei vielen Einzelhändlern ein großes Loch in der Kasse hinterlassen. Während bei Gastronomen staatliche Hilfen häufiger geflossen sind, war das bei den Einzelhandelsgeschäften eher weniger bis gar nicht der Fall. Es sind übrigens nicht mögliche Ausfälle an Gewerbesteuern für die Stadt Rheinbach, die der Politik primär Sorge bereiten, sondern vielmehr der potenzielle Verlust von Geschäften in der Innenstadt. Die Rheinbacher Sozialdemokraten denken dabei an eine „Internet-Einkaufsplattform“, auf der die Einzelhändler ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten und zusätzlich zu ihrem stationären Geschäft verkaufen könnten und um gleichzeitig den großen Onlineanbietern ein starkes lokales Onlineangebot entgegensetzen zu können. Das ließe sich z. B. mit Hilfe der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (WFEG) erreichen, an deren Spitze in Kürze ein Führungswechsel zu erwarten ist.

Wenn es nach dem Willen der SPD Rheinbach geht, sollte der Einzelhandel grundsätzlich Unterstützungs- und Beratungsleistung von der WFEG bekommen. Denn ohne ein gutes Angebot vor Ort, das zukunftsgerichtet und wettbewerbsfähig ist, verliert Rheinbach viel von seiner Lebens- und Aufenthaltsqualität. Dabei ist es wichtig, zunächst das Gespräch mit den Einzelhändlern zu suchen, damit gemeinsame Überlegungen zur Verbesserung der Situation angestellt werden können.

In der Sitzung des Ausschusses für Standortförderung am 22. Juni wird dieser wichtige Punkt beraten – die SPD Rheinbach hofft darauf, dass auch die anderen Ratsfraktionen bereit sind, den Einzelhandel mit geeigneten Instrumenten oder Initiativen die dringend benötigten Hilfestellungen anbieten zu können. „Natürlich kann die Politik den Rheinbacher Geschäftsleuten keine finanziellen Verluste ausgleichen. Wir sollten aber alle Anstrengungen unternehmen, die betroffenen Einzelhändler über die Krise zu retten“, kommentiert der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD Rheinbach, Jürgen Lüdemann.