Gestaltung Haltestelle Gymnasiumstraße nicht endgültig

Die Haltestelle in der Gymnasiumstraße nach dem Umbau Bild: Dr. Georg WIlmers

Die Haltestelle Gymnasiumstraße wird in die Planungen für den Ausbau der Straße Vor dem Voigtstor einbezogen. Und wenn es verkehrstechnisch möglich ist, wird dann stadtauswärts rechts der Gehweg beim Ausbau verbreitert. So das Ergebnis der Beratungen im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen.

Anlass der Beratungen war der erfolgte barrierefreie Umbau der Haltestelle, der ganz anders erfolgte, als 2018 im Ausschuss beschlossen. Geplant war eine 6 Meter breite Fahrbahn und 3 Meter breite Gehwege links und rechts. Gebaut wurde eine 7 Meter breite Fahrbahn. „Also viel mehr Raum für den Autoverkehr. Fußgänger*innen, Rollstuhlfahrer*innen, Kinderwagenschiebende, Rollatornutzer*innen, radfahrende Kinder und auf den Bus Wartende werden dafür an den Rand gedrängt und müssen sich stadtauswärts rechts einen 1,94 Meter schmalen Gehweg teilen, der nicht einmal breit genug ist, damit Rollstuhlfahrer*innen selbständig in Kurvenfahrt ein- oder aussteigen können. Dies stellt keinen Anreiz dar, den sogenannten Umweltverbund zu nutzen und die Aufenthaltsqualität wird im Bereich der Haltestelle sogar drastisch reduziert, statt sie zu steigern“ kritisierte der stv. SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Georg Wilmers im Ausschuss.

Grund für den von der Planung abweichenden Umbau war die Sorge, dass Gelenkbusse eventuell nicht mehr aneinander vorbeikommen, wenn einer stadteinwärts an der roten Ampel steht und der andere stadtauswärts von der Straße Vor dem Voigtstor in die Gymnasiumstraße einbiegt. Ob diese Sorge berechtigt ist, wird nun bei den weiteren Planungen für den Ausbau der Straße Vor dem Voigtstor überprüft. Nur wenn es gar nicht anders geht, bleibt es so, wie es jetzt ist. Stellt sich heraus, dass keine 7 Meter Straßenbreite im Haltestellenbereich benötigt werden, wird der Gehweg stadtauswärts rechts verbreitert. Ganz so, wie es im Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz des Landes NRW seit Jahresanfang geregelt ist, wo es ausdrücklich heißt: „Bei dem Neu-, Aus- und Umbau von Straßen sollen Gehwege bei der Straßenraumaufteilung und Straßenraumgestaltung besonders berücksichtigt werden“.

Die SPD begrüßt diesen Kompromiss zum Umbau der Haltestelle Gymnasiumstraße. „Das Vorgehen berücksichtigt jetzt den Entscheidungsvorrang des Stadtrates und ermöglicht am Ende ein für alle Verkehrsbeteiligten gutes Ergebnis. Schöner wäre es gewesen, man hätte den barrierefreien Umbau der Haltestelle abweichend vom Beschluss aus dem Jahr 2018 gleich im und mit dem Ausschuss erörtert und nicht erst einmal die schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen an den Rand gedrängt“ meint Dr. Wilmers.